© 2019 Projekt StoppSturz

Sturzprävention im Versorgungssystem

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Der Sturz einer älteren Person ist in der Regel auf vielfältige und komplexe Ursachen zurückzuführen, die in unterschiedlicher Kombination zusammenwirken. Prävention bzw. die therapeutischen- pflegerischen Massnahmen Betroffener müssen umfassend und interdisziplinär angegangen werden. Dabei spielen verschiedene Akteure eine wichtige Rolle: In der Gesundheitsversorgung sind es insbesondere Ärzteschaft (Haus- und Fachärzteschaft), Spitex, Physiotherapie, Ergotherapie, Spitäler und geriatrische Zentren; seitens zivilgesellschaftlicher Organisationen sind es BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute, Rheumaliga, Schweizerisches Rotes Kreuz und weitere.

Einordnung des Projekts StoppSturz

Die Sensibilisierung und Schulung von medizinischen und nicht-medizinischen Fachpersonen bezüglich Erkennung, Abklärung und Behandlung von Risikopersonen ist eine zentrale Massnahme der Sturzprävention. Ebenso wichtig ist die Optimierung von Strukturen und Prozessen innerhalb einzelner Berufsgattungen/Organisationen – aber auch übergreifend – zur Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit zwischen den Fachpersonen. Die Wirkung dieser Massnahmen bei der Zielgruppe der Risikopersonen erfolgt indirekt, via Multiplikatoren. Hier setzt das Projekt StoppSturz an. Medizinische und nicht-medizinische Fachpersonen sollen befähigt werden, ältere Personen mit erhöhtem Sturzrisiko zu erkennen, abzuklären und adäquat zu behandeln bzw. angemessenen therapeutischen-pflegerischen sowie präventiven Massnahmen zuzuführen.